Institut für Berufsbildung und
Sozialmanagement gemeinnützige GmbH

Landesprogramm Start Bildung

In den letzten Jahren sind zahlreiche junge Menschen als Geflüchtete nach Deutschland gekommen. Sie bringen unterschiedliche schulische sowie berufliche Erfahrungen und Vorkenntnisse mit. Einige hatten kaum Gelegenheit im Heimatland oder während der Flucht über mehrere Jahre eine Schule zu besuchen. Bildungsbrüche sind daher keine Seltenheit. Für eine gesellschaftliche Teilhabe und den Einstieg in das Berufsleben in Deutschland sind sprachliche und schulische Grundkenntnisse jedoch unabdingbar.

In Thüringen haben geflüchtete junge Menschen nach dem 16. Lebensjahr wenig Möglichkeiten eine Schulbildung zu erlangen. Das BVJ-S kann die Bedarfe nicht abdecken. Für viele Geflüchtete gab es daher in der Vergangenheit eine Qualifizierungslücke. Das Landesprogramm Start Bildung zielt darauf ab, diese Lücke zu schließen. Zielgruppe sind junge Menschen mit Migrationshintergrund (16-27 Jahre), die keine oder nur geringe Schulbildung besitzen und A2-Sprachkenntnisse mitbringen. Das Angebot ist unabhängig vom Aufenthaltsstatus.

Am Institut für Berufsbildung und Sozialmanagement gGmbH wird, als Kooperationspartner des AWO Bildungswerkes, in Zusammenarbeit mit der ERFURT Bildungszentrum gGmbH im Zeitraum Februar 2018 bis Januar 2019 ein Kurs „Start Bildung“ umgesetzt.

Im Gesamtumfang von 1.200 Unterrichtseinheiten werden Inhalte aus den Bereichen Deutsch, Mathematik, Berufsorientierung, politischer und gesellschaftlicher Bildung und fächerübergreifend Medienkompetenz vermittelt.

Ziele des Kurses sind:

  • im Einzelfall der Erwerb des Schulabschlusses (extern)
  • die Schaffung von Übergangsmöglichkeiten zu Berufsschule oder Berufskolleg (individueller Einstieg und Fortsetzung Schulabschluss extern)
  • die Schaffung von Übergangsmöglichkeiten zu Arbeit, Ausbildung
  • die Vermittlung von Orientierungswissen und Stärkung der Selbstkompetenz bei der Bildungswegeplanung
  • die Stärkung der eigenen Handlungskompetenz und der psychosozialen Gesundheit
  • die Anerkennung der Herkunft (Sprache, Kultur, Kompetenzen)

 

 


Ein Landesprogramm des Freistaats Thüringen.
Gefördert aus Mitteln des TMBJS und TMMJV


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